Zwei-plus-Vier-Vertrag und drum herum
Der 2+4-Vertrag ist die Rechtsgrundlage für die Wiedervereinigung Deutschlands. Er legt fest, dass ausländische Streitkräfte und Atomwaffen oder deren Träger in Ostdeutschland „weder stationiert noch dorthin verlegt“ werden dürfen. Dies und das Versprechen, dass es keine NATO-Osterweiterung geben würde, waren die Voraussetzungen für die Zustimmung der Sowjetunion zur Wiedervereinigung.
 

Seither wurde die NATO um viele osteuropäische Staaten erweitert, Russlands Sicherheitsinteressen wurden völlig ignoriert. Deutschland verstößt gegen die völkerrechtlichen Verpflichtungen aus dem 2-4-Vertrag. Der Versuch der USA, die Ukraine in die NATO zu integrieren, provozierte einen Krieg in der Ukraine, in dem die Ukraine als Stellvertreter der NATO fungiert. Es droht die Eskalation zu einem direkten  Krieg zwischen der NATO und Russland in Mitteleuropa.
 

Freundschaftliche Beziehungen zu allen Nachbarstaaten, auch zu Russland, liegen im Interesse der deutschen Bevölkerung. Der Wunsch nach guten Beziehungen zu Russland ist bei den Menschen in Ostdeutschland viel stärker ausgeprägt als in Westdeutschland. Der 2+4-Vertrag eröffnet der Bevölkerung in Ostdeutschland und den ostdeutschen Landesregierungen Chancen, in Deutschland eine an Frieden, Entspannung und Kooperation orientierte Außenpolitik auf den Weg zu bringen.
 

Joachim Wernicke

Joachim Wernicke, Jahrgang 1940, aufgewachsen in West-Berlin, ist Professor (i.R.), zuletzt an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Er studierte Experimentalphysik an der Technischen Universität (TU) Berlin, wo er 1969 im Bereich Luft- und Raumfahrt promovierte und 1971 habilitierte. Nach einer Tätigkeit in einem informationstechnischen Forschungsinstitut bei Bonn und freiberuflichen elektronischen Entwicklungsarbeiten war er 42 Jahre als Entwickler bei einer süddeutschen mittelständischen Industriefirma tätig, die Produkte für die Bundeswehr entwickelte und fertigte, zuletzt leichte Aufklärungsdrohnen. In den 1980er Jahren wirkte er in der Friedensbewegung mit, im Widerstand gegen die Stationierung atomarer Pershing-II-Raketen der USA in der BRD. 1983/84 war er für die damals neu in den Bundestag eingezogene Partei Die Grünen Mitverfasser einer Reihe parlamentarischer Anfragen zur Sicherheitspolitik. Seit der Zuspitzung der Entwicklung um die NATO-Osterweiterung der USA ab 2000 ist er erneut in der Friedensbewegung tätig, mit dem Schwerpunkt der Art und Weise der deutschen Vereinigung und ihrer Folgen. 

Infos zum Thema

 

Buchvorstellung mit Eugen Zentner:
"Kunst und Kultur gegen den Strom"
Das Buch „Kunst und Kultur gegen den Strom“ zeigt entlang der Bereiche Kabarett, Musik, Kunst und Literatur mit teilweise prägnanten Werkanalysen, welche Themen mutige Künstler von heute beschäftigen, welche Ausdrucksformen sie wählen und was sie antreibt. Es ist eine erbauliche Bestandsaufnahme, eine Einführung in einen Bereich der außerparlamentarischen Opposition, in dem die Akteure Gegenöffentlichkeit mit den Mitteln der Kunst betreiben.

In Krisenzeiten sollte die Kunst- und Kulturbranche eigentlich auf Missstände hinweisen. Doch darauf hofften während der Corona-Krise viele Menschen lange vergebens. Statt ihre Stimme zu erheben, blieben die meisten Künstler still. Statt die Regierung dafür zu kritisieren, dass die Grundrechte außer Kraft gesetzt worden waren, redeten sie ihr nach dem Mund.


Inzwischen wurde die Corona-Krise von weiteren Krisen abgelöst, aber gewisse Muster sind geblieben. Wer bei Themen wie Klima, Gender-Politik oder Ukrainekrieg vom Mainstream abweicht, bekommt Gegenwind. Andersdenkende werden aus dem Debattenraum verbannt, sie werden beschimpft und bei fortdauernder Renitenz existentiell vernichtet.
Zum Glück wächst aber recht schnell eine alternative Kulturszene. Infolge der sozialen Verwerfungen der Krisenzeit haben sich in der Kulturbranche parallele Strukturen herausgebildet. Künstler erheben ihre Stimme und scheuen sich nicht, unangenehme Themen anzusprechen, ob in der Musik, im Kabarett, in der Literatur oder in der bildenden Kunst. Gattungs- und genreübergreifend sind in den letzten Jahren Werke entstanden, die sich kritisch mit dem Zeitgeschehen auseinandersetzen und die offiziellen Narrative gegen den Strich bürsten. Von ihnen erzählt dieses Buch.
Kunst ist nicht nur Unterhaltung. Sie hat auch die Gabe, Kraft zu verleihen und Trost zu spenden, gerade in so schweren Zeiten wie diesen. Die hier vorgestellten Künstler und Institutionen tun das auf ihre je eigentümliche Weise – so unermüdlich wie beherzt.
 

Eugen Zentner

Website von Eugen Zentner
NachDenkSeiten - Kontrafunk - Manova - Transition News - Youtube - Apolut (dort bitte selbst suchen)
Eugen Zentner, Jahrgang 1979, studierte Germanistik und Philosophie in Leipzig. 2016 promovierte er in Oldenburg in der Literaturwissenschaft zum Thema Autofiktion. Ein Jahr darauf absolvierte er in Berlin eine Ausbildung zum Drehbuchautor.
Zentner lebt in Berlin und arbeitet seit 2016 als freier Kulturjournalist. Er schrieb unter anderem für die Deutsche Presse-Agentur, den Musikexpress und den Schweizer Monat. Während der Corona-Krise wechselte er in den Bereich der alternativen Medien. Seine Beiträge erscheinen regelmäßig bei den NachDenkSeiten, apolut und Transition News.

Einige Artikel, Rezensionen und Buchvorstellungen

 

Künstliche Intelligenz:
Technik und Materie, Arbeit und Macht
Die sogenannte "Künstliche Intelligenz" hat Hoffnungen und Ängste geweckt und eine ungeheure Gier entfesselt. 
Aktuell befinden sich die USA, und nicht nur sie, in einem KI-Rausch. Einflussreiche, mächtige und kapitalstarke Akteure dort, doch auch in anderen Ländern, gehen gigantische Wetten auf den Erfolg der KI ein.
Vieles spricht dafür, dass diese Hoffnungen und Ängste sich als trügerisch erweisen. Seit Jahrzehnten schon schürt die KI immer wieder illusionäre Erwartungen. Diese erzeugen Blasen, die irgendwann platzen, "KI-Winter" folgen auf KI-Hypes.

Auch diesmal wird das wahrscheinlich nicht anders sein. Es gibt nach wie vor keine universelle künstliche Intelligenz. Künstliche Intelligenz funktioniert nur in Teilbereichen, die leicht formalisierbar sind.

Die durch "Künstliche Intelligenz" ausgelösten Ängste sind oft irrational. Die Gefahr liegt nicht darin, dass KI uns einmal beherrschen würde. Sondern in Projektionen, die ihr Leistungen zutrauen, die sie nicht zu erbringen vermag.

 

Risiken der Künstlichen Intelligenz

  • Verstärkung von Asymmetrien der Macht
    mehr epistemische Macht für Eliten (Kontrolle von Begriffen und Narrativen)
    mehr Ausbeutung, mehr Kontrolle, mehr Zensur, mehr Ungleichheit
  • Degeneration kognitiver Fähigkeiten, Kompetenzverlust und Abhängigkeit
  • Entmenschlichung und Verschlechterung von Diensten
  • Diffusion von Verantwortung, Tendenz zu unethischem Verhalten
  • Verschärfung von Ressourcen- und Umweltproblemen

Rainer Fischbach

Website von Rainer Fischbach
NachDenkSeiten - Makroskop - Manova - Freitag - Globalbridge - Blätter
Rainer Fischbach, geboren 1950 in Reutlingen, studierte Philosophie, Informatik, Politik- und Planungswissenschaften. Jahrzehntelang entwickelte er industrielle Softwaresysteme und bildete Technische Informatiker aus. Er forschte zu Planungstheorie, allgemeiner Technologie und Technikfolgenabschätzung. Er veröffentlichte vier Monographien und hunderte von Artikeln. Seit Jahren profitieren die Berliner NDS-Gesprächskreise von seinen sachkundigen und differenzierten Diskussionsbeiträgen!

Beiträge von Rainer Fischbach zum Thema "Künstliche Intelligenz"

Weitere Beiträge zum Thema "Künstliche Intelligenz"

 

 

Unsere Weihnachtsfeier in turbulenten Zeiten - trotz alledem und alledem ...

Dienstag, 16. Dezember ab 17:30 Uhr

Zunftwirtschaft, Arminiusstr. 2-4, 10551 Berlin-Moabit

Die NachDenkSeiten-Gesprächskreise setzen sich ein für Frieden, soziale Gerechtigkeit und Demokratie. Das Grundgesetz definiert Deutschland als demokratischen und sozialen Rechtsstaat, und es enthält ein Friedensgebot. Die UN-Charta verpflichtet alle Nationen zu Kooperation und gegenseitiger Toleranz und zum Verzicht auf Gewalt. Die Charta von Paris besiegelte das Ende des Kalten Krieges und den Beginn eines Zeitalters des Friedens und der Zusammenarbeit.
 

Die Zeiten sind ungemütlich für Menschen, die solche Werte vertreten. Deutschland soll kriegstüchtig werden: Politik und Leitmedien propagieren Militarisierung, Sozialabbau und die Einschränkung demokratischer Rechte. Falsche Weichenstellungen der letzten Jahre und Jahrzehnte führen zum wirtschaftlichen und sozialen Niedergang unseres Landes, die Unzufriedenheit wächst. In den Augen der Bevölkerung verlieren die Herrschenden zunehmend ihre Legitimation. Diese reagieren mit autoritären und repressiven Maßnahmen.

 

Wir lassen uns aber nicht einschüchtern und nicht entmutigen. In den Gesprächskreisen treffen sich Menschen, die die Sehnsucht nach einer friedlichen und gerechten Welt teilen. Wir vernetzen uns mit Gruppen und Initiativen, die ähnliche Ziele haben. Bei Gesprächen, Diskussionen und gemeinsamen Unternehmungen lernen wir einander kennen und verstehen, und wir bauen Vertrauen auf - in uns selbst und in andere Menschen.

Bei der Weihnachtsfeier können wir persönlich miteinander ins Gespräch kommen. Im Versammlungsraum sind diesmal viele Tische aufgestellt, um die wir in kleinen Gruppen sitzen. Die Idee ist, dass die Tischgruppen von Zeit zu Zeit wechseln, damit auch Leute miteinander reden, die sich noch nicht so gut kennen.

 

Gedichte, Zitate, Anekdoten, Lieder, ...

 

Wie bei den Gesprächsabenden gehören zur Weihnachtsfeier auch kleine Kulturbeiträge.

 

Eine moderne Version der Weihnachtsgeschichte, vorgetragen von Cornelia:  

Säugling in Stall gefunden - Polizei und Jugendamt ermitteln

 

Zitate aus den Gesprächen mit Konfuzius, vorgetragen von Irene:

Konfuzius über das Grübeln und über das Lernen


Zwei Gedichte, vorgetragen von Almut:

Der Dezember - Erich Kästner

Weihnachtsgetier - Johannes Bobrowski

dazu dieses Audio: Johannes Bobrowski und der sarmatische Traum

Infos zu Film und Buch

 

Luckis Website

 

Einladung mit Tagesordnung und Themenvorschlägen für die Diskussion

 

Der Film "Was wäre wenn…"

 

In einem unbestimmten Jahr der Zukunft zeigt eine Oma ihrer Enkelin im Museum, wie die Menschen um 2022 gelebt haben. An den Objekten Geldscheine, Hochzeitskleid/Ringe, Schulzeugnisse, Fahrradschloss/Schlüssel, Auto, Parteibücher/Wahlzettel, Nationalflaggen, Globus, Polizeiausrüstung und Panzer versucht die Frau der wissbegierigen 7-Jährigen zu erklären wie und warum damals alles so war wie die Zuschauer*innen es heute kennen. 

 

Im Vergleich mit ihrer jetzigen Realität kommt die 7-Jährige zum Schluss des Museumsbesuches zu dem Resümee, dass die Menschen damals wohl alle krank gewesen sein mussten.


Der Film will auf unterhaltsame Art deutlich machen, dass eine bessere Welt möglich ist!

 

Motivation:
Warum Themenabende über Geld, Geldsystem und Geldpolitik?
Falsche Vorstellungen über Geld sind heute weit verbreitet. Diese behaupten oft, „richtiges“ Geld müsse auf eine werthaltige Substanz wie Gold bezogen sein. Auch die Begeisterung für quantitativ beschränkte Kryptowährungen nimmt zu. Geld gehört aber wie Boden und Arbeit zu den „fiktiven Waren“.

Im Finanzkapitalismus schöpfen die Banken Geld durch die Vergabe von Krediten. Geldersparnisse und Verschuldung bedingen sich gegenseitig. Wenn bei Konsumenten und Unternehmen die Bereitschaft zur Verschuldung fehlt, muss der Staat diese Aufgabe übernehmen. Die Fundamentalkritik an der Staatsverschuldung ist daher zu hinterfragen.


Hinter der Hoffnung auf die Kryptowährungen steckt wie hinter dem Glauben an die Goldwährung die Idee, komplexe soziale Austauschverhältnisse ließen sich ausschließlich durch eine Form der Verdinglichung regulieren.


Solche Vorstellungen sind mitverantwortlich für die desaströse Wirtschafts-, Finanz- und Geldpolitik des letzten Jahrhunderts bis in die Gegenwart hinein. Das Ausmaß, in dem sie heute auch in oppositionellen Kreisen nicht nur Zuspruch finden, sondern sogar radikalisiert werden, verschließt den Weg zu Alternativen.
 

Gliederung

  • Anthropologische Aspekte
  • Vorläufer des Kreditgeldes
  • Geldschöpfung durch Banken
  • Staatsschuld, Steuern und Geldpolitik
  • Kryptowährungen

Rainer Fischbach

Website von Rainer Fischbach
NachDenkSeiten - Makroskop - Manova - Freitag - Globalbridge - Blätter
Rainer Fischbach, geboren 1950 in Reutlingen, studierte Philosophie, Informatik, Politik- und Planungswissenschaften. Jahrzehntelang entwickelte er industrielle Softwaresysteme und bildete Technische Informatiker aus. Er forschte zu Planungstheorie, allgemeiner Technologie und Technikfolgenabschätzung. Er veröffentlichte vier Monographien und hunderte von Artikeln. Seit Jahren profitieren die Berliner NDS-Gesprächskreise von seinen sachkundigen und differenzierten Diskussionsbeiträgen!

Die "AG Geld" der NachDenkSeiten-Gesprächskreise in Berlin
Die "Geld"-Themenabende wurden diskutiert und vorbereitet durch die "AG Geld".

Ganz herzlichen Dank an Manfred, Rainer, Sophia und Uwe! 

Infos zum Thema
Einige Hinweise für die Vorbereitung aufs Thema:

  • Was ist Geld?
    Einführung in die grundlegenden Merkmale des heutigen Geldsystems
  • Woher kommt eigentlich Geld?
    ARTE-Dokumentation
  • Modern Monetary Theory
    Überraschend guter Wikipedia-Artikel
  • EZB-Pläne für den Digitalen Euro
    Fabio de Masi erklärt, was der Digitale Euro ist, wie er sich in unser Geldsystem einordnet und was das für unser Bargeld bedeutet
  • Brasilien: Digitales Geld für die Bevölkerung statt für die Finanzkonzerne
    Brasilien zeigt der Europäischen Zentralbank, wie es geht und bekommt dafür Ärger mit den USA
  • Was ist Geld?
    Sehr gute Analyse von Lew Tolstoi!
    Tolstois Texte über Geld stehen in seinem Buch "Was sollen wir denn tun?", das in Tolstois Friedensbibliothek als kostenfreier Download verfügbar ist (oder hier). Herzlichen Dank an Wilfried für den Hinweis!
    Wilfrieds Infos dazu:
    "Nach dem Vorwort des deutschen Herausgebers soll das Thema Geld in den Kapiteln 17-21 abgehandelt werden. Die Kapitel 19-21 enthalten, wenn ich das recht sehe, nach den in den vorherigen Kapiteln behandelten Fragen (Kap. 17: Was ist Geld? Kap. 18: Woher kommt das Geld?) vor allem Beschreibungen von Geld als Ausdruck von Macht und Gewalt. Macht ist ein wichtiges Thema, das von modernen "Geldtheoretikern", etwa den Vertretern der Vollgeldtheorie (so frühere Gespräche mit dem Verein "Monetative"), wahrscheinlich auch der MMT, vernachlässigt wird."

 

Warum Themenabende über Geld, Geldsystem und Geldpolitik?
An NDS-Gesprächsabenden diskutieren wir immer wieder über Geld, Geldsystem und Geldpolitik. Aber was bedeuten diese Begriffe? Welche Geldpolitik ist sinnvoll, wenn man soziale Gerechtigkeit, Demokratie und Frieden für wichtig hält?

Bei Diskussionen über den Bargelderhalt, digitale Währungen, Staatsverschuldung, Steuern und Inflation herrscht auch in kritischen Kreisen oft große Verwirrung. An zwei Themenabenden möchten wir daher über Geld sprechen. Ganz herzlichen Dank an die "AG Geld" und an die Referenten!
 

Das Euro-Geldsystem in seiner heutigen Form
Beim ersten "Geld"-Themenabend behandelt Uwe Struck die folgenden Fragen (PDF): 

  • Was ist Geld und welche Funktionen hat es?
  • Die Geschichte von Münzen und Geldnoten
  • Andere Zahlungsmittel als Geld:
    Schecks, Wechsel, Schuldverschreibungen, Kryptowährungen
  • Sind PayPal und Scheckkarten Teil unseres Geldsystems?
  • Der Euro ist FIAT-Geld, welche Konsequenzen hat das, und wie kam es dazu?
  • Welche Geldmengen gibt es im Euroraum?
    Die Geldmengen M1, M2 und M3
  • Die Funktionen der Geschäftsbanken:
    Hauptsächlich Geldschöpfung und Kreditvergabe
  • Die EZB und ihre Beziehung zu den Geschäftsbanken
  • Welche Instrumente nutzt die EZB, um Geldpolitik zu machen?

Uwe Struck

Website von Uwe Struck
Uwe studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Berlin und arbeitete viele Jahre lang in leitenden Positionen bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft in Berlin. Er war kaufmännischer Leiter eines Unternehmens und Aufsichtsratsvorsitzender oder Beiratsmitglied bei mehreren Technologieunternehmen. Als akkreditierter Coach unterstützte er zahlreiche junge Technologieunternehmen. Seit Jahren ist er unverzichtbarer Mitstreiter der Berliner NDS-Gesprächskreise und hält immer wieder Vorträge bei NDS-Themenabenden.

Die "AG Geld" der NachDenkSeiten-Gesprächskreise in Berlin
Die "Geld"-Themenabende wurden diskutiert und vorbereitet durch die "AG Geld".

Ganz herzlichen Dank an Manfred, Rainer, Sophia und Uwe! 

Infos zum Thema
Einige Hinweise für die Vorbereitung aufs Thema:

  • Was ist Geld?
    Einführung in die grundlegenden Merkmale des heutigen Geldsystems
  • Woher kommt eigentlich Geld?
    ARTE-Dokumentation
  • Mythos Geldknappheit
    NachDenkSeitel-Artikel über Maurice Höfgens Buch über die Modern Monetary Theory (MMT)
  • Wie die öffentliche Hand das Bargeld abschafft
    NachDenkSeitel-Artikel von Hakon von Holst, Autor des Buches "Der Krieg gegen das Bargeld"
  • Was ist Geld? Einige Grundbegriffe aus marxistischer Perspektive
    Richard D. Wolff: Einführung einiger Grundbegriffe aus marxistischer Perspektive, leider nur auf Englisch
  • Was ist Geld?
    Sehr gute Analyse von Lew Tolstoi!
    Tolstois Texte über Geld stehen in seinem Buch "Was sollen wir denn tun?", das in Tolstois Friedensbibliothek als kostenfreier Download verfügbar ist (oder hier). Herzlichen Dank an Wilfried für den Hinweis!
    Wilfrieds Infos dazu:
    "Nach dem Vorwort des deutschen Herausgebers soll das Thema Geld in den Kapiteln 17-21 abgehandelt werden. Die Kapitel 19-21 enthalten, wenn ich das recht sehe, nach den in den vorherigen Kapiteln behandelten Fragen (Kap. 17: Was ist Geld? Kap. 18: Woher kommt das Geld?) vor allem Beschreibungen von Geld als Ausdruck von Macht und Gewalt. Macht ist ein wichtiges Thema, das von modernen "Geldtheoretikern", etwa den Vertretern der Vollgeldtheorie (so frühere Gespräche mit dem Verein "Monetative"), wahrscheinlich auch der MMT, vernachlässigt wird."

 

Chinas gelenkte Marktwirtschaft
Hintergründe eines Booms


Für die westlichen Gesellschaften stellt der Aufstieg Chinas eine gewaltige Herausforderung dar. Doch wie kam es zu diesem Boom, der aus einem sozialistischen Land innerhalb von drei Jahrzehnten eine der größten Wirtschaftsmächte der Welt machte? Der Ökonom Rainer Land analysiert die Entwicklung Chinas von der Planwirtschaft zur gelenkten Marktwirtschaft und zeigt, warum dieses Modell so erfolgreich sein konnte.
Zunächst beleuchtet er die ökonomisch-theoretischen Hintergründe. Auf der Basis der „Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung“ des österreichischen Nationalökonomen Joseph Schumpeter entwickelt er das Konzept einer gelenkten Marktwirtschaft, wie es aktuell in China zu beobachten ist. Es beruht auf einer innovationsbasierten Entwicklung im Zusammenwirken von Unternehmen, Finanzsystem und staatlich-gesellschaftlichen Akteuren. Dies bedingt einen ständig neu herzustellenden Grundkonsens in der Gesellschaft, der alle tragenden gesellschaftlichen Gruppen umfasst. Der Prozess schließt Kreditlenkung, Infrastrukturpolitik und Innovationsstrategien mit ein. 
Auf dieser Grundlage analysiert Rainer Land die Etappen der chinesischen Entwicklung von der sozialistischen Planwirtschaft (1949 bis 1978) zur Marktwirtschaft (1978 bis Mitte der 2000er-Jahre) und weiter zu einer gelenkten Marktwirtschaft. 2007 wurde ein Pfadwechsel eingeleitet und das Entwicklungsparadigma von extensiver nachholender Entwicklung auf eigene, auf den Binnenmarkt orientierte Innovationen umgestellt.
 

Präsentation zum Vortrag beim Themenabend

mit vielen zusätzlichen Infos

Folien

 

Rainer Land

Webseite von Rainer Land

Biografie
Artikel bei Makroskop

Rainer Land, geboren 1952 in Caputh, aufgewachsen in Potsdam, studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Philosophie und Wirtschaftswissenschaften und promovierte 1984. Seither beschäftigt er sich mit der Dynamik wirtschaftlicher Entwicklung, vor allem auf der Grundlage der Theorie von Joseph Schumpeter. In den späten 1980er Jahren wirkte er mit in einer Projektgruppe „Moderner Sozialismus“, deren Ziel demokratische und marktwirtschaftliche Reformen waren. Nach 1990 forschte er zu marktwirtschaftlichen Transformationsprozessen in ostdeutschen Betrieben, 2005 war er Gründungsinitiator des Netzwerks "Ostdeutschlandforschung". Seit 2009 beschäftigt sich Rainer Land mit der wirtschaftlichen Entwicklung in China. Er kennt das von einer Kommunistischen Partei regierte Land aus persönlicher Erfahrung.

 

Das Buch
Chinas gelenkte Marktwirtschaft. Hintergründe eines Booms
Vorwort und Inhalt

Infos zum Thema
Chinas Weg in eine gelenkte Marktwirtschaft: die Transformation der Staatsbetriebe 1984 bis 2007

Chinas Weg in eine gelenkte Marktwirtschaft: die Agrarreform 1979–2004
Chinas Aufstieg und die Ungleichheit: Urbanisierung und Wanderarbeiter
Chinas Aufstieg und die Lage der arbeitenden Bevölkerung
Gibt es eine Wirtschaftskrise in China?
Chinas gelenkte Marktwirtschaft - 5 Thesen
 

 

SOLD CITY
Wenn Wohnen zur Ware wird
 

Seit der Finanzkrise erleben wir in den Metropolen der Welt einen so nie dagewesenen Immobilienboom mit kontinuierlich wachsenden Boden- und Hauspreisen. Das hat eine spiegelbildliche Kehrseite: Steigende Mieten. Der Zuwachs der Einkommen hält damit nicht mehr Schritt. Gering- und normal verdienenden Bürgern droht die Verdrängung aus den begehrten Innenstadtlagen.

Noch bis 1989 waren beim deutschen Wohnungsbau die Gewinne stark reguliert, d.h. an Gemeinnützigkeit gebunden. Seit 1990 soll nur noch der Markt entscheiden. Nicht mehr der soziale Zweck des Wohnens ist das Wichtigste der Wohnungspolitik, sondern die Rendite, die mit Wohnungen erzielt wird. Rendite ist das Metier der schnell expandierenden Immobilienkonzerne. Die Dax-Konzerne Vonovia und Deutsche Wohnen und andere beherrschen in Deutschland aber zunehmend auch in ganz Europa den Wohnungsmarkt. Sie machen Rekordgewinne, von denen auch Banken nur noch träumen. Die Anteilseigner sind anonyme Rentenfonds und andere Investmentfonds aus aller Welt, die nach der Finanzkrise 2008 auf der Suche nach profitablen Anlagemöglichkeiten das „Betongold“ entdeckt haben. Die Renditeerwartungen verändern das Stadtbild. Immer mehr mutieren Zentren zusehends zu einer Art Museum für Touristen. Ehemals gewachsene Stadtviertel werden zu herausgeputzten Hipster-Vierteln mit überall gleicher Kunst- und Kneipenkultur. Die hier arbeiten strömen morgens aus Vororten herein und verschwinden nachts wieder, weil sie die Mieten hier nicht mehr bezahlen können.

„SOLD CITY“ macht nicht nur die Gefahren für die Stadtkultur sichtbar. Zu erkennen ist eine neue soziale Frage und eine immense Gefahr für die Demokratie.
Themen des Films - Die Macher - Interview mit Leslie Franke und Herdolor Lorenz

Filme von unten

 

Filme, die die herrschenden Vorstellungen hinterfragen und den Mächtigen kritisch auf die Finger sehen, können kaum noch durch traditionelle Finanzierung entstehen. RedakteurInnen, die in ihrem Sender einen Film wie diesen durchsetzen, brauchen viel, viel Mut. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass der Mut steigt, wenn sie nicht allein gelassen werden. Wenn die vielen an solchen Aufklärungsfilmen interessierten Menschen Verantwortung übernehmen und zu FörderInnen dieser Projekte werden. 

 

„Sold City“ entsteht als „Film von unten“ – finanziert von denen, die sie sehen und zeigen wollen. Die Filme der Filmemacher wie  der „Der marktgerechte Mensch“, “Der marktgerechte Patient”, „Wer Rettet Wen?“ „Water Makes Money“ und „Bahn unterm Hammer“ haben gezeigt, wie mit Aufklärung und Mobilisierung Einfluss genommen werden kann.

 

 

Der Wille zum Krieg
Ein Vergleich zwischen Gaza und der Ukraine

 

Seit über drei Jahren führt Russland Krieg in der Ukraine, seit über eineinhalb Jahren Israel in Gaza. 

Krieg ist kein Naturereignis. Es ist daher wichtig zu verstehen, wo wir bei den Kriegen stehen, wie wir dort hingelangt sind, welche Haltungen sinnvoll sind und wie es zu Waffenstillstand und Frieden kommen könnte. Das betrifft völkerrechtliche, moralische und geopolitische Aspekte.

Es soll dabei die westliche Rechtfertigung von Gewalt gegen die Palästinenser in Gaza gegenüber der Kriegsverurteilung Russlands sowie die Tabuisierung von Diplomatie auf den Prüfstand gestellt werden.

David Goeßmann war als Journalist unter anderem für den Deutschlandfunk, n-tv und CNN Deutschland tätig. Von 2005 bis 2007 arbeitete er insbesondere für den ARD-Hörfunk und Spiegel Online. Als investigativer Reporter lieferte er Beiträge für die TV-Magazine ZDF WISO und ZAPP.

Er ist Mitbegründer des unabhängigen Online-Magazins Kontext TV und war von 2022 bis 2024 Redakteur bei Telepolis. Als Buchautor analysierte er die Flüchtlingskrise und den Rechtsruck, die Linke und Sahra Wagenknecht, Klimapolitik und globale Gerechtigkeit.
Artikel bei Telepolis

 

Smartphones: Eine Gefahr für Gesundheit, Frieden und Freiheit!
Welche Smartphone-Alternativen gibt es?

 

Die Digitalisierung unserer Gesellschaft schreitet immer weiter voran. Im Zentrum dieses Vorgangs steht das sogenannte Smartphone. Während der Markt der Gerätehersteller von einer Handvoll Anbietern dominiert wird, sind es bei den Smartphone-Betriebssystemen genau zwei: Apple und Google.

Wenn wir uns vergegenwärtigen, dass heute im Jahr 2025 ca. 75% der Menschen weltweit mit so einem Gerät ausgestattet sind, dann können wir nur erahnen welch unglaubliche Konzentration von Macht hier vorliegt. Dieser Umstand hat weitreichende Risiken und Nebenwirkungen für die Gesundheit, den Frieden und die Freiheit auf unserem Planeten: Massenüberwachung, Meinungsmache, Zensur, Ökonomisierung, Umweltverschmutzung. 
Das Smartphone ist die Grundlage für digitale Währungen und Ausweise. Die Einführung von künstlicher Intelligenz auf Smartphones wird dazu führen, dass Privatsphäre - eigentlich ein Menschenrecht - zu einem Privileg der Vergangenheit wird.

 

Trotz aller dystopischen Bedrohungen ist ein positiver Wandel weiterhin möglich. Dieser Wandel benötigt jedoch das Zutun jedes Einzelnen von uns: Er beginnt damit, dass wir uns bilden und unser kritisches Bewusstsein stärken.

 

Inhalt des Vortrags

  • Grobe Analyse der Smartphone Landschaft, sowohl auf ökonomischer, gesellschaftlicher und technischer Ebene, wo sind die Probleme und warum.
  • Alternative Smartphone-Betriebssysteme - Stichwort Google freies Smartphone - Unterschiede - wie kann der Umstieg gelingen
  • Warum stellen diese Alternativen zwar einen guten Kompromiss dar, sind aber für die Gesamtproblematik leider noch unzureichend?
  • Alternative: Verzicht auf ein Smartphone - persönlicher Erfahrungsbericht
  • Vision: "humanes" Smartphone - welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit menschliche Grundrechte gewahrt bleiben und der Missbrauch durch Machtkonzentrationen vermieden wird - wie können wir das erreichen?

Fred Großkopf ist selbstständiger Software-Entwickler und Berater. Seit seinem Studium Anfang der 2000er Jahre unterstützt er freie und quell-offene Software. Spezialisiert ist er auf "einfache und sichere Softwarelösungen" unter OpenBSD. Smartphones mit alternativem Betriebssystem sind ihm seit über 10 Jahren vertraut.

Website von Fred Großkopf

Flyer zum Vortrag

Dienstag, 29. April 2025
Treffen ab 17:00 Uhr  -  Beginn Vortrag 18:30 Uhr

 

Follow the Science?
Die geleakten RKI-Protokolle und ihre 
Bedeutung für die Corona-Aufarbeitung

Aya Velázquez   
 

Zunftwirtschaft, Arminiusstr. 2-4, 10551 Berlin

Die Veröffentlichung der RKI-Protokolle – erst über eine IFG-Klage, dann über einen Whistleblower-Leak - hat den Diskurs über die Corona-Maßnahmen in Deutschland nachhaltig verändert. Galten die Corona-Maßnahmen vorher noch als sakrosankt, da wissenschaftlich begründet und somit unangreifbar, wurde diese Gewissheit durch die RKI-Protokolle zerstört – und selbst Leitmedien, welche die Maßnahmen jahrelang mitgetragen haben, mussten nun Fehler und Versäumnisse einräumen.

 

Inzwischen dienen die Protokolle als Grundlage für Corona-Untersuchungsausschüsse auf Landesebene, ferner in einem wichtigen Gerichtsentscheid, und sie werden auch über die Landesgrenzen hinweg als wertvolle Dokumente aus der Corona-Zeit wahrgenommen, die so in keinem anderen Land ans Tageslicht gekommen sind.

 

Die Protokolle dokumentieren die interne Machtdynamik, die das Corona-Regime in Deutschland überhaupt erst möglich machte: Öffentlich wurde stets auf eine wissenschaftliche Unabhängigkeit des RKI verwiesen, während es in Wahrheit als weisungsgebundene Behörde im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums agierte, die politischen Entscheidungen den Anschein von Wissenschaftlichkeit verleihen sollte.

 

Die Geschichte der RKI-Protokolle ist neben dem Inhalt der Protokolle auch eine hoffnungsstiftende Geschichte über die Kraft, die sich entfalten kann, sobald Bürger über institutionelle Grenzen hinweg im Namen der Wahrheit zusammenarbeiten.

 

Die RKI-Protokolle sind die zentrale Grundlage für eine Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen in Deutschland. Der Vortrag soll einen Beitrag zu dieser Aufarbeitung leisten.

Aya Velázquez ist  freie Journalistin. Sie bekam die RKI-Protokolle inklusive Zusatzmaterial zugespielt und veröffentlichte sie am 23.07.2024 in einer Pressekonferenz. 

Sie will  weiterhin am Thema dranbleiben und arbeitet sich Seite für Seite durch die Protokolle. – 3.800 Seiten plus tausende weitere Seiten Zusatzmaterial.

Ausführlichere Beschreibung   -   Website von Aya Velázquez   -   Aya Velázquez bei X

Uwe Behrens, geboren 1944, Studium der "Ökonomie des Seeverkehrs" in Dresden und Rostock. Promotion, Deutsche Reichsbahn, Vertreter der DDR bei Intercontainer in Basel, Logistiker bei Deutrans-Transcontainer. Ab 1990 arbeitete er in China für verschiedene Logistikunternehmen, ab 2000 auch Management eines französischen Joint Ventures in Indien. Rückkehr nach Deutschland 2017, seither tätig als Buchautor, Publizist und Vortragsredner.


Bücher
"Feindbild China. Was wir alles nicht über die Volksrepublik wissen."
"Der Umbau der Welt. Wohin führt die Neue Seidenstraße?"

In der Zunftwirtschaft richten wir einen Büchertisch ein. Dort sind die Bücher von Uwe Behrens erhältlich.

 

Die Zunftwirtschaft

Den Veranstaltungsraum stellt uns die Zunftwirtschaft kostenlos zur Verfügung, dafür sind wir dankbar! Bitte bringt etwas Durst mit, damit sich auch der Wirt über unseren Gesprächsabend freut. Wenn ihr essen möchtet und genügend Zeit habt, speist vielleicht in der Gastwirtschaft schon vor dem Beginn des Gesprächsabends. Und bringt vielleicht fürs Bezahlen ein paar kleine Geldscheine oder sogar Münzen mit, damit der Zunftwirtschaft nicht das Wechselgeld ausgeht😉.

 

Gespräche und Gedankenaustausch

Die Veranstaltung beginnt im Versammlungsraum um 18:30 Uhr. Wenn ihr Zeit habt, könnt ihr aber gerne schon früher kommen. Wir treffen uns ab 17:30 Uhr in der Gastwirtschaft. Dort könnt ihr politisch interessierte Menschen kennenlernen und miteinander ins Gespräch kommen (und schon mal euren Sitzplatz im Versammlungsraum reservieren).

Der Diskussionsabend will einen Beitrag leisten zu einer ehrlichen Aufarbeitung der Corona-Krise. Diese wichtige Aufgabe darf trotz aller anderen Krisen, die uns täglich in Atem halten, nicht vernachlässigt werden. Die Aufarbeitung muss nicht nur zentral in den Parlamenten erfolgen, sondern dezentral mit vielen Menschen an vielen Orten. Das Terrain, das es aufzuräumen gilt, ist gewaltig und undurchsichtig. Es kann an einem Abend nicht annähernd vollständig beleuchtet und diskutiert werden.

 

Wir richten den Blick zurück auf Entscheidungen in Politik, Justiz und Medien, in Kirchen, Berufsverbänden und in „der Wissenschaft“, die vor März 2020 unvorstellbar schienen. Auf katastrophale Folgen für das persönliche Leben vieler Menschen, für das Zusammenleben in der Gesellschaft bis in Familien, Freundeskreise, Nachbarschaftsbeziehungen, Vereine und Betriebe hinein. Schließlich auch für die demokratischen Grundrechte und für Wirtschaft und Wohlstand. Und, mit Blick auf die Zukunft, werden Fragen zu stellen sein, welche Lehren aus dieser verheerenden Zeit zu ziehen sind. Wo liegen, so eine zentrale Frage, die systemischen Fehler?

 

Wie bei den Gesprächskreisen der NachDenkSeiten üblich werden nach dem Podiumsgespräch auch die Teilnehmer im Publikum ausführlich Gelegenheit für Fragen und Anmerkungen erhalten.

 

Gabriele Gysi wird moderieren. Sie ist Schauspielerin, Regisseurin, Autorin und Teilnehmerin an Gesprächsrunden zu drängenden Themen unserer Zeit. Sie hinterfragt am Beispiel Ulrike Guerot, warum Menschen von den Leitmedien mit dem Prädikat „umstritten“ diskreditiert werden. Sie thematisiert, wie links und rechts umgekehrt werden, was Aktivismus ist, die wahren Bedeutungen von Nationalsozialismus, Faschismus und Totalitarismus sowie die Hintergründe des Kampfes der Blockparteien gegen die AfD.

 

Bastian Barucker ist ausgebildeter Wildnispädagoge und lehrte auch an verschiedenen Hochschulen. Seit vier Jahren arbeitet er aufgrund des Corona-Geschehens als freier Journalist und Publizist. Bei einer initialen Teilauswertung der geleakten RKI-Protokolle und deren Präsentation in einer Pressekonferenz im Juli 2024 zusammen mit der Journalistin Aya Velázquez und Professor Stephan Homburg hat er sich auf die Rolle von Kindern und Jugendlichen in der Pandemie spezialisiert.

 

Dr. med. Erich Freisleben ist seit 47 Jahre ärztlich tätig, davon 36 Jahre als niedergelassener Arzt in Berlin. Er ist Autor mehrerer Bücher, darunter „Medizin ohne Moral“. Während der Corona-Zeit führte Dr. Freisleben trotz seiner frühen Zweifel an Wirksamkeit und Sicherheit anfänglich Corona-Impfungen durch, stoppte dies jedoch schon bald, als er von schweren Nebenwirkungen erfuhr. Oft wurden diese Impfschäden jedoch nicht (an)erkannt und behandelt, woraufhin sich immer mehr Patienten aus ganz Deutschland an Dr. Freisleben wandten. Daraufhin vertiefte sich Erich Freisleben in die Analyse und Erhebung von schweren Nebenwirkungen nach mRNA-Injektion.

Das Buch
„Vom Niedergang des Westens zur Neuerfindung Europas“
dazu eine Rezension

Hauke Ritz hat im Fach Philosophie mit Summa cum laude promoviert. Er beleuchtet gegenwärtige politische Entwicklungen vor dem Hintergrund von Geschichte, Philosophie und Geopolitik.
Im Gespräch gehen wir auf sein jüngstes Buch "Vom Niedergang des Westens zur Neuerfindung Europas" ein. Wir sprechen über den Unterschied zwischen dem Westen und Europa, wie Europa die Chance nach 1989 verspielt hat und warum der Westen heute im Konflikt mit dem Rest der Welt ist.
 

Warum der Weltfrieden von Deutschland abhängt
NachDenkSeiten-Beitrag
Es gibt nur eine Grenze, die Washington in seiner Eskalationsbereitschaft Einhalt gebieten könnte. Und das ist die Grenzlinie, die Berlin zieht! Denn ohne Deutschland könnten die USA die Ukraine militärisch gar nicht unterstützen. Wenn unser Land sich diesem Krieg verweigert, dann endet er.


Der Westen im Konflikt mit dem Rest der Welt
Hauke Ritz im Gespräch mit Jasmin Kosubek
 
Woher kommt die Geschichtsvergessenheit der Deutschen?
Hauke Ritz im Gespräch mit Flavio von Witzleben
Hauke Ritz erläutert die derzeitigen historischen Machtverschiebungen, ihre geopolitischen Hintergründe sowie die Rolle Deutschlands. Warum ist es nicht im Interesse Deutschlands, schwere Waffen an die Ukraine zu liefern? Wie könnte eine mögliche Friedensordnung unter Einbezug Russlands aussehen?
 

Die NATO ist keine Organisation, die für immer existieren muss
Hauke Ritz bei der Friedenskonferenz der Partei dieBasis im Januar 2024
Es geht für die russische Föderation im Ukraine-Krieg nicht um die Aneignung von Territorium, sondern um eine neutrale Ukraine, die nicht länger als ein Werkzeug gegen Russland verwendet werden kann. Das russische Interesse bestand immer darin, sichere Grenzen zu haben, denn Russland hat die längsten Grenzen der Welt. Eine Neutralität der Ukraine würde bedeuten, dass die NATO es nicht länger schafft, einen Keil zwischen Russland und die Europäische Union zu treiben.

30.4.2024

16.4.2024

25.8.2023

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.