Mit der Bahn nach Werder zum Themenabend
 

Regionalbahn RE1 Berlin-Charlottenburg ab 17:34, Bahnhof Werder an 18:05
Bus 630 ab Bahnhof Werder 18:10, Werder-Gutshof an 18:19
oder
Regionalbahn RE1 Berlin-Charlottenburg ab 17:50, Potsdam Hbf. an 18:05
Bus 580 ab Potsdam Hbf. 18:09, Werder-Gutshof an 18:34

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Die letzten Tage der Menschheit - Antikriegsdrama von Karl Kraus

Eine Auswahl aus dem „Jahrhundertwerk“ von Karl Kraus in leicht sprachlich adaptierter Fassung, garniert mit Musik-Intermezzis + Sprach-Soundcollagen. Die Szenen und Charaktere werden gesprochen von dem in Wien gebürtigen Schauspieler Gerhard Vondruska.


Karl Kraus hinterließ mit dem "an einem Abend unaufführbaren" Theaterstück "Die letzten Tage der Menschheit" ein Stück Weltliteratur von zeitloser Gültigkeit. Es entstand in den Jahren 1915-1922 als Reaktion auf den Ersten Weltkrieg. Beruhend auf zeitgenössischen Quellen, wird die Unmenschlichkeit und Absurdität des Krieges dargestellt. Der Krieg macht aus Menschen pandämonische Ungeheuer, vor 100 Jahren wie heute. Mit sprachlich entlarvender Charakterzeichnung, mit einer Form von sinistrer Humoristik, einer servilen Brutalität, gibt Karl Kraus dem Grauen den einzig adäquaten Ausdruck, bevor „die letzte Nacht“ über uns zusammen schwappt.

„Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.“
Albert Einstein


"Alles was die Kulturentwicklung fördert, arbeitet auch gegen den Krieg."
Sigmund Freud
 

Karl Kraus war ein kompromissloser Kriegsgegner. Sein legendär gewordenes Journal, "Die Fackel", wäre heute wohl verboten. Wer für Frieden ist, ist heute rechts. Und wer hat schon ein Portfolio mit Rheinmetall- und Heckler&Koch-Aktien angelegt? Noch mehr Geld für noch mehr Rüstung. Noch mehr Waffen für noch mehr Frieden? Das Szenario erinnert immer mehr an die Vorgeschichte von Sommer 1914.

Gerhard Vondruska

absolvierte seine Schauspielausbildung an der Ecole Philipe Gaulier in Paris. Er war in Fernsehen, Film und vor allem im Theater tätig, mit Gastspielen im In- und Ausland. 
Als Mitglied und Initiator des Künstlerkollektivs "Erisische Kontrollgruppe" setzt er sich zudem mit Fragen von Propaganda, öffentlicher Meinung und gesellschaftlicher Beeinflussung auseinander.
Er interessiert sich leidenschaftlich für Geschichte und engagiert sich für Frieden, Aufklärung und Demokratie.
 

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